Aktuell

„Wusstest Du schon, …?“ – Fakten und Wissenswertes aus der Kriminologie (Teil 6)

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Liegt ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vor, muss die Polizei in die Wohnung (oder das Haus) gelassen werden, damit sie diese durchsuchen kann. Notfalls darf sie sich auch mit Gewalt Zutritt verschaffen.
Im Normalfall klopft sie für Hausdurchsuchungen gleich am frühen Morgen an die Tür.

Aber die Zeiten, zu denen die Durchsuchungen durchgeführt werden dürfen, sind streng geregelt. Und dabei unterscheiden sie sich noch danach, ob es gerade Sommer oder Winter ist. Denn im Sommer dürfen die Durchsuchungen zwischen 4 Uhr morgens und 21 Uhr abends stattfinden, im Winter jedoch nur zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends.

Da Durchsuchungen oftmals den ganzen Tag dauern, haben die Beamten de facto also 2 Stunden weniger Zeit. 😅
Na, dann müssen sie sich wohl etwas beeilen. 😂
🤔 Ist es eigentlich möglich, sich beim Beamten-Mikado zu beeilen?

👉 Apropos: Mögt Ihr Beamten-Witze?

Schritt 5 der Schneeflockenmethode – Charakterübersichten

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Der 5. Schritt der Schneeflockenmethode hat mir am meisten Spaß gemacht. 😃

Zur Erinnerung: Im 4. Schritt habe ich die Geschichte auf etwa einer Seite zusammengefasst.

Im 5. Schritt habe ich mir wieder meine Hauptfiguren vorgenommen: Für jede Hauptfigur habe ich eine Charakterübersicht geschrieben. Dafür habe ich ein wenig die Hintergrundgeschichte beschrieben und die Rolle des Charakters in der Hauptgeschichte erläutert, also praktisch die Geschichte aus der Sicht des jeweiligen Charakters erzählt.

Laut Randy Ingermanson soll man sich hierfür einen oder zwei Tage Zeit nehmen. Die Charakterübersichten sollen etwa eine halbe bis eine Seite einnehmen.

Wie immer, sind diese Texte nur für die Entwicklung der Geschichte da und niemand muss sie je zu sehen bekommen. Aber Randy Ingermanson schlägt vor, sie bei einer späteren Verlags-Bewerbung beizulegen, weil Verleger sie angeblich lieben würden.

👉 Glaubt Ihr, dass es Sinn macht, diese Charakterübersichten mitzusenden?

Schritt 4 der Schneeflockenmethode – Erweiterung auf 5 Absätze

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Heute geht es weiter mit der Vorstellung der Schneeflockenmethode für alle, die sie noch nicht kennen oder sich neu in Erinnerung rufen wollen. 😃

Nachdem man im 3. Schritt die Geschichte aus der Sicht der Hauptfiguren beleuchtet hat und somit weiß, dass sie prinzipiell funktioniert, macht man mit dem 4. Schritt einen riesigen selbigen, denn man erweitert seinen Text um das Fünffache.
Dazu nimmt man jeden der fünf Sätze aus Schritt 2 und erweitert ihn auf einen Absatz aus wiederum fünf Sätzen. Für diese Aufgabe sollte man sich laut Randy Ingermanson etwa eine Stunde Zeit nehmen. Als Ergebnis erhält man eine Zusammenfassung der Geschichte auf etwa einer Seite, die jetzt schon mehr Details beleuchtet.
Bei jedem dieser Schritte kann man ganz ungehemmt einfach drauflos schreiben, denn niemand außer man selbst muss den Text jemals zu Gesicht bekommen.

Ich fand erstaunlich, dass sich schon bei dieser kleinen Erweiterung erste Logikprobleme im Ablauf der Geschichte einstellten. Wenn Dinge, die vorher „irgendwie passierten“, detaillierter beschrieben werden sollen, stellte sich nämlich manchmal heraus, dass es so doch nicht funktioniert. Aber es ist allemal besser, das in diesem Stadium festzustellen, als wenn man schon 200 Buchseiten geschrieben hat, die dann nach notwendigen Änderungen durchsucht werden müssen. 😅

Was meint Ihr: Bei welchen Genres sollte man seine Geschichte gut vorausplanen und bei welchen ist das nicht notwendig?

„Wusstest Du schon, …?“ – Fakten und Wissenswertes aus der Kriminologie (Teil 5)

In Krimis liest oder sieht man oft, dass der Fall als abgeschlossen gilt, sobald der Mörder überführt und gefasst wurde. Tatsächlich gibt es jedoch danach noch eine Menge Arbeit.

Denn in den nachfolgenden Wochen müssen alle Beweise von der Moko geprüft werden, damit sie auch hieb- und stichfest sind. Außerdem wird noch die Verbindung mit anderen Morden bundesweit überprüft.
Auch die gefundenen Spuren werden von der kriminaltechnischen Untersuchung noch alle zu Ende untersucht.

Liegt dann irgendwann die Beweiskette vor, wird sie so aufbereitet, dass keine Fragen offen bleiben und sie logisch nachvollziehbar ist. Denn schließlich soll sie ja vor Gericht Bestand haben.
Das kann auch noch mal einige Wochen dauern.

Nach dem spannenden Teil steht also immer noch viel Arbeit an. 😅
Aber das will im Krimi natürlich niemand lesen oder sehen.

Interview in der Nordwest-Zeitung

Letzten Samstag war in der Nordwest-Zeitung ein kleines Interview mit mir. 😃
Herzlichen Dank dafür erstmal an die NWZ. 

In der Rubrik „Nachgefragt“ werden hier jeden Samstag nicht ganz so ernst gemeinte Fragen von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten beantwortet. 
Dieses Mal war also eine weniger bekannte dran. 😊

Viel Spaß beim Lesen. 

Die Figuren – Schritt 3 der Schneeflockenmethode

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Leider bin ich seit meinem letzten Post von der Schneeflockenmethode dabei nicht viel weiter gekommen. Mein Schreibkalender, in dem ich markiere, welche Tage ich welchen Umfang beim Schreiben geschafft habe, hat in den letzten 10 Tagen keinen Eintrag. (Die Kette hat eine große Lücke. 😱) Der Grund ist, dass ich andere Verpflichtungen und deshalb einfach keine Zeit hatte.

Aber seit heute sieht es wieder besser aus, sodass ich Euch Schritt 3 der Schneeflockenmethode vorstellen kann. 😃

Beim 3. Schritt widmet man sich seinen Figuren. Für jede Figur, die eine größere Rolle in der Geschichte einnehmen soll, erstellt man zunächst einen kurzen Steckbrief mit Namen, der allgemeinen Motivation, den konkreten Zielen in der Geschichte, den Konflikten und der Entwicklung der Figur während der Geschichte.
Außerdem erstellt man aus der Sicht jeder dieser Figuren eine Ein-Satz-Zusammenfassung und eine Ein-Absatz-Zusammenfassung wie in Schritt 1 und Schritt 2. (Im Beispiel oben habe ich natürlich wieder viele Wörter geweißt, damit nicht zu viel von der Geschichte verraten wird.)

Auf dieser Weise stellt sich nicht nur heraus, ob die Geschichte aus allen Blickwinkeln stimmig ist, bevor man die Zeit investiert, sie weiter auszuarbeiten. Man hat auch neue Ideen für die Geschichte, wodurch man aber erneut Schritt 2 anpassen muss. 😅

„Wusstest Du schon, …?“ – Fakten und Wissenswertes aus der Kriminologie (Teil 4)

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Jetzt staunen bestimmt viele: Was, in Deutschland wird niemand verhört? 😲

Doch, wird es, aber es heißt nicht so. Der kriminaltechnische Begriff ist nicht „Verhör“, dieser Begriff ist veraltet.
Bei uns findet entweder eine Vernehmung statt, wenn es sich um Beschuldigte oder Tatverdächtige handelt, oder eine Befragung, wenn es um Zeugen oder andere Informanten geht.
Für die Vernehmung und die Befragung gibt es streng festgelegte Regeln, z. B. dass zuerst die Personalien festgestellt werden und welche, dass die Rechte verlesen werden u. a., auch solche Dinge, wie die Einhaltung eines festgelegten Mindestabstandes.
Außerdem wird eine Vernehmung vorher durchgeplant, bezüglich des Schwerpunktes, die Vernehmungstaktik usw.
Suggestivfragen, Drohungen, Einschüchterungen oder Gewaltanwendungen sind dabei gegen die Vorschriften und erstrecht das Spiel „guter Bulle, böser Bulle“.

👉 Welches Buch kennt Ihr, in dem eine Vernehmung oder Befragung stattfindet?

Die Ein-Absatz-Zusammenfassung der Schneeflockenmethode

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Bei der Schneeflockenmethode bin ich inzwischen bei Schritt 7 angelangt und ich bin immer noch begeistert.

Obwohl es einen Nachteil gibt: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.

Aber der große Vorteil ist: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.
😂

Ja, wirklich, ich habe das Gefühl, dass ich mit dieser Methode das Beste aus meiner Geschichte herausholen kann.

Jetzt glaube ich aber, dass Schritt 2 so bleibt, wie er momentan ist.

Schritt 2 ist eine Ein-Absatz-Zusammenfassung, die aus fünf Sätzen besteht. (Im Bild oben habe ich natürlich immer mehr Wörter geweißt, um von der Geschichte nicht zu viel zu verraten.)

Im ersten Satz wird dabei die Ausgangssituation beschrieben, in den nächsten drei Sätzen jeweils die ersten drei Viertel der Geschichte, die jeweils mit einer Katastrophe enden sollen, und im letzten Satz das letzte Viertel, in dem die Auflösung der Geschichte stattfinden soll.

Bei diesem Absatz soll man sich ganz auf die Katastrophen konzentrieren und noch nicht allzu sehr über das „Wie“ nachdenken sowie Hintergrundinformationen weglassen.

👉 Was meint Ihr, kann auf diese Weise eine gute Geschichte entstehen?

„Wusstest Du schon, …?“ – Fakten und Wissenswertes aus der Kriminologie (Teil 3)

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Wenn man im Internet recherchiert, findet man oft die Behauptung, dass Polizisten bis auf wenige Ausnahmen ihre Dienstwaffe nicht mit nach Hause nehmen dürfen.

Zumindest für Niedersachsen (Polizeiangelegenheiten sind Ländersache) stimmt das nicht. Hier darf ein Polizeibeamter auch privat ständig seine Dienstwaffe mit sich führen, außer z. B. bei Veranstaltungen, wie Konzerten, wo sich größere Menschenansammlungen befinden.

Woher ich das so genau weiß, obwohl oft das Gegenteil behauptet wird?

Ich habe mehrere Polizisten im Bekanntenkreis und mit zwei von ihnen war ich am vergangenen Freitag ein Bierchen trinken. Beide haben mir ihren Waffenschein gezeigt, der sie zum ständigen Führen einer Waffe berechtigt. Sie sagten, dass sie im Normalfall ihre Dienstwaffe mit nach Hause nehmen und dass auch ihre Kollegen das so machen. Voraussetzung dafür ist, dass es eine Möglichkeit gibt, die Waffe sicher wegzuschließen.

Wie wichtig ist es für Euch, dass die Dinge in Geschichten möglichst realitätsnah dargestellt werden? (Außer bei Fantasy & Co. natürlich. 😉)
Schreibt es in die Kommentare.

Lesezeichen zu „Jenseits der Zeit“

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Jetzt sind sie fertig: meine Lesezeichen passend zu meinem Roman „Jenseits der Zeit“. Zumindest schonmal als Datei.

Erstellt hat sie die liebe Florin, aka @100covers4you. Vielen Dank dafür. 😃

Sobald ich die Lesezeichen physisch in den Händen habe, werde ich die meisten an die Buchhandlungen in meiner Umgebung verteilen. Von dort kann sich jeder Bücher-Interessierte eines kostenlos mitnehmen.
Vielleicht ergibt sich daraus ja der eine oder andere Verkauf von „Jenseits der Zeit“. Und auf jeden Fall liegt an der Kasse etwas, das auf das Buch aufmerksam macht.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ich so wieder einen Anlass habe, mit den Buchhandlungen ins Gespräch zu kommen. Da das böse „C“ uns ja jetzt mehr Freiheiten lässt, kommt womöglich sogar noch die eine oder andere Lesung zustande. 🤓

Aber zunächst muss ich die Lesezeichen erstmal drucken lassen.
Ich zeige Euch dann das Resultat. 👍

👉 Nehmt Ihr Lesezeichen als kostenlose Dreingabe mit?