Die Ein-Absatz-Zusammenfassung der Schneeflockenmethode

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Bei der Schneeflockenmethode bin ich inzwischen bei Schritt 7 angelangt und ich bin immer noch begeistert.

Obwohl es einen Nachteil gibt: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.

Aber der große Vorteil ist: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.
😂

Ja, wirklich, ich habe das Gefühl, dass ich mit dieser Methode das Beste aus meiner Geschichte herausholen kann.

Jetzt glaube ich aber, dass Schritt 2 so bleibt, wie er momentan ist.

Schritt 2 ist eine Ein-Absatz-Zusammenfassung, die aus fünf Sätzen besteht. (Im Bild oben habe ich natürlich immer mehr Wörter geweißt, um von der Geschichte nicht zu viel zu verraten.)

Im ersten Satz wird dabei die Ausgangssituation beschrieben, in den nächsten drei Sätzen jeweils die ersten drei Viertel der Geschichte, die jeweils mit einer Katastrophe enden sollen, und im letzten Satz das letzte Viertel, in dem die Auflösung der Geschichte stattfinden soll.

Bei diesem Absatz soll man sich ganz auf die Katastrophen konzentrieren und noch nicht allzu sehr über das „Wie“ nachdenken sowie Hintergrundinformationen weglassen.

👉 Was meint Ihr, kann auf diese Weise eine gute Geschichte entstehen?

Die Ein-Satz-Zusammenfassung – Nachtrag zum letzten Arbeitsstand

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In einem der letzten Beiträge habe ich Euch von der Entwicklung meines dritten Romans mit der Schneeflockenmethode erzählt.
Daran möchte ich heute anknüpfen.

Mittlerweile bin ich beim vierten Schritt der Schneeflockenmethode angelangt, aber einer der vielen Vorteile dieser Methode ist, dass man mit einem flexiblen System arbeitet, in dem man immer wieder die vorherigen Schritte an die Weiterentwicklung anpassen kann. So geschehen mit Schritt 1 und deshalb heute noch mal die mMn verbesserte Version der Ein-Satz-Zusammenfassung oben im Bild, bevor ich Euch die nächsten Schritte zeige.

Ich finde, dass diese Version viel spannender ist als die ersten Versuche.

👉 Was meint Ihr? Schreibt es in die Kommentare.

Noch ein Satz aus meinem dritten Buch

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Hier, wo jeder testosterongesättigte, geifernde Pumper mir auf den Arsch glotzen kann? Nein, wir gehen in die Frauensauna im Olantis.
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Diese Antwort erhält Alex bei seinen Ermittlungen, als er die Mitarbeiterin eines Fitness-Studios fragt, ob sie und ihre Freundinnen für ihren Saunaabend die Studiosauna benutzt haben.

Bei dieser Befragung erfährt Alex etwas sehr Enscheidendes zu den Todesfällen, zu denen er ermittelt.

Zur Erklärung für alle Nicht-Oldenburger: Das Olantis ist eine öffentliche Saunalandschaft in Oldenburg.

Zurück zum Anfang – Arbeitsstand meines dritten Buches

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Eigentlich war ich mit meinem dritten Buch OS1 schon viel weiter, aber dann kam alles doch ganz anders …

Aber ich fange am besten von vorne an. 😉

Zum Plotten der Geschichte hatte ich mich für die Schneeflockenmethode entschieden. Nachdem ich mir als Alternative zu meiner bisherigen Vorgehensweise diverse Plotmethoden angesehen hatte (Drei-Akter, Fünf-Akter, Heldenreise, Stufendiagramm …), wollte ich die Schneeflockenmethode dieses Mal ausprobieren. (Für alle, die es nicht wissen: Das „Plotten“ ist das Erstellen eines Plans bzw. einer Struktur für eine Geschichte.)

Die Schneeflockenmethode ist in mehrere Schritte oder Stufen unterteilt. Hier war ich auch schon recht weit und ich hatte auch schon viele Szenen geschrieben, und dann … fiel mir auf, dass mir das Ende der Geschichte, also die Auflösung des ganzen Falles, absolut nicht gefiel. Ich fand das Mordmotiv konstruiert und fadenscheinig, habe für das Grundthema überhaupt nicht gebrannt, hätte keine Lust gehabt dazu tiefergehend zu recherchieren.

Also habe ich alles wieder über den Haufen geworfen und nochmal ganz von vorne begonnen. (Das meiste von dem Geschriebenen kann ich aber trotzdem verwerten. 😅 )

Oben im Bild seht Ihr den Schritt 1 der Schneeflockenmethode für mein drittes Buch, die Ein-Satz-Zusammenfassung.

Ich habe hier noch zwei Versionen, zwischen denen ich mich noch entscheiden muss.

👉 Welche Version findet Ihr besser? Schreibt es in die Kommentare.

Ein weiterer Satz aus meinem dritten Buch

Heute verrate ich aus meinem dritten Buch einen Satz (okay, es sind zwei 😉 ), der den Protagonisten Alexander Hohms während seiner Ermittlungen beschreibt:

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Alex versuchte, sich zu erinnern, wie er früher die Menschen zum Reden gebracht hatte. Er hätte die junge Frau vermutlich mit einer Art arrogantem Charme um den Finger gewickelt.
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So geht es weiter:

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Sollte er so etwas versuchen? Er wusste nicht mehr, wie das ging.
„Was ist nun mit der Frau?“, fragte er stattdessen plump, und hoffte, dass seine Autorität als Polizist ausreichte.
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Alex ermittelt, obwohl er noch nicht wieder im Dienst ist nach seinem Unfall. Das und seine Gedächtnislücken erschweren ihm die ganze Sache natürlich, aber er findet neue Wege, damit er ein Verbrechen aufklären kann, an das sonst niemand glaubt.

So langsam nimmt die Geschichte von meinem dritten Buch mit dem Arbeitstitel OS1 Form an. 😃

„Jenseits der Zeit“ macht mit beim SelfPublishing Buchpreis 2021

Gestern habe ich mein Buch „Jenseits der Zeit“ zur Teilnahme am SelfPublishing Buchpreis 2021 eingereicht. Bin ja echt gespannt, ob dabei etwas herauskommt. Allzu viele Chancen rechne ich mir nicht aus, weil da bestimmt ganz andere „Kaliber“ dabei sind.

Für alle, die den SelfPublishing Buchpreis nicht kennen:
In drei Hauptkategorien (Belletristik, Sachbuch/Ratgeber, Kinder-/Jugendbuch) werden die besten Selfpublishing-Titel gesucht, die zwischen dem 01.08.2020 und dem 31.05.2021 veröffentlicht wurden. Bis August werden von einer Jury die 10 besten Titel für eine Longlist ausgewählt und bis Oktober die 3 besten Titel für eine Shortlist. Am 23.10.2021 findet dann die Bekanntgabe der Siegertitel und die Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt.

Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, eine E-Mail-Kampagne im Wert von 800 Euro, eine Umsetzung als Lively Story im Wert von 1.500 Euro und eine Umsetzung als Hörbuch. Außerdem gibt es noch ein paar „Trostpreise“ für die Titel, die es auf die Shortlist und Longlist schaffen.

Vor etwa einer Woche hat @selfpublishing_buchpreis gepostet, dass es bereits 516 Einreichungen gibt für alle Kategorien!

Das wird ja mal spannend zu sehen, welche Bücher die ersten Plätze einnehmen.

Zur Seite vom SelfPublishing Buchpreis geht es hier.

Wie entwickle ich die Figuren für meine Geschichten?

Für eine gute Geschichte ist es unheimlich wichtig, gute Charaktere zu haben. Sie sind es, die die Geschichte vorantreiben und die bestimmen, wo sie lang geht. Die Charaktere sollten dreidimensional und nicht stereotyp sein, mit herausragenden Charaktereigenschaften.

Für mich ist die Figurenentwicklung durch Rückblicke eine gute Ergänzung, um die Figuren noch besser kennenzulernen und die Charakterzüge noch besser herauszuarbeiten. Dabei schreibe ich eine oder mehrere Szenen, die schon vor der Handlung der Geschichte stattgefunden haben. In diesen Szenen konfrontiere ich die Figuren mit schwierigen Situationen, damit sie auch die Gelegenheit haben, ihren Charakter zu zeigen, das kann z. B. ein Unfall sein oder ein Streit. Meistens haben diese Szenen damit ihren Zweck erfüllt, aber manchmal gefallen sie mir auch so sehr, dass ich sie in die spätere Geschichte mit einbaue.

Für Alex, den Protagonisten aus meinem aktuellen Projekt OS1, habe ich eine Szene geschrieben, die er kurz vor seinem Unfall erlebt hat. Bei ihm ist es besonders wichtig, sein früheres Ich kennenzulernen, weil er sich durch den Unfall sehr verändert hat.
In dieser Szene wird sein Verhalten an einem Tatort gezeigt, wo er mit den anderen Ermittlern aneckt, weil sie ihm nicht gut genug arbeiten und er dafür keine Geduld hat.

Hier zeige ich Euch einen kleinen Auszug aus der Szene, in der Alex einen Zeugen befragt, einen Penner, der in der Nähe steht:
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„Bist du schon länger hier in der Umgebung?“, fragte er den Penner, der schon bei seiner Annäherung nervös aufgeschaut hatte und jetzt den Eindruck machte, als wollte er am liebsten das Weite suchen.
„Da vorne.“ Er deutete auf einen unbestimmten Ort hinter sich.
Die Stimme schien männlich zu sein, nur eigenartig, dass er so glatt rasiert war, wunderte sich Alex zeitgleich zum Riss seines Geduldsfadens. Zu solch einem Gestammel fehlten ihm heute Morgen die Zeit und die Geduld.
„Komm, konzentriere dich“, fuhr er den Mann an. „Wo genau warst du?“
Der Penner zog den Kopf zwischen die Schultern.
„Auf der Bank“, sagte er kleinlaut und deutete wieder hinter sich. „Hab‘ mich nur’n büschen ausgeruht.“
Alex machte einen Schritt zur Seite und kniff die Augen zusammen. Dann sah er die Parkbank, die sich unscheinbar unter einigen Bäumen befand. Vielleicht hatte der Penner dort übernachtet.
„Hast du dort geschlafen?“
Der Mann wich seinem Blick aus.
„Nur’n büschen ausgeruht“, wiederholte er.
Vermutlich hatte der Mann Angst, dass er ihn wegen irgendetwas belangen wollte.
„Ist mir ziemlich egal, was du da gemacht hast“, sagte Alex deshalb. „Hast du gesehen, was hier passiert ist letzte Nacht?“
Der Mann dreht sich ab, zu seinem Einkaufswagen, als wollte er gehen.
„Hab‘ mich nur ausgeruht. Bin vielleicht mal eingenickt. Hab‘ nix erkannt.“
Alex packte ihn am speckigen Ärmel seiner Jacke und zog ihn wieder zurück.
„Moment, Freundchen, du bleibst jetzt hier und beantwortest meine Fragen.“
Der Penner riss die Augen auf und fing an zu zittern. Alex merkte, dass er zu hart herangegangen war.
„Ja, ja, beruhige dich“, sagte er, wie er hoffte in einem sanfteren Tonfall. „Es passiert dir ja nichts. Aber es ist wichtig, dass du jetzt erzählst, ob du etwas gesehen hast.“
„Konnte nix erkennen“, sagte er wimmernd.
„Wovon konntest du nichts erkennen? Was ist hier vorgefallen?“
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Wer weiß, vielleicht verwende ich die Szene in meinem neuen Buch ja als Rückblick. Was meint Ihr?

Ein Satz aus meinem dritten Buch

Mein drittes Buch mit dem Arbeitstitel OS1 ist noch im Entstehungsprozess. Das hält mich aber nicht davon ab, schon die eine oder andere Kleinigkeit zu verraten. Heute handelt es sich dabei um einen Satz, der relativ am Anfang der Geschichte steht:

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„In diesem Moment sah er zu ihm herüber, und Alex wurde klar, dass er seinen Sohn eigentlich gar nicht kannte.“
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Jedem Menschen, der mal ein „Pubertier“ (oder ein frisches „Ex-Pubertier“) zu Hause hatte, wird das bekannt vorkommen. 😂
Aber bei Alex nimmt dieses Gefühl noch eine ganz andere Dimension an, weil er die Welt seit seinem Unfall mit ganz anderen Augen wahrnimmt.

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Die Entscheidung für den Namen des Protagonisten ist gefallen. Alexander soll er heißen, oder kurz Alex.

Dieser Satz stammt aus einer Szene, die ich geschrieben habe, um Alex besser kennenzulernen.

Mein drittes Buch: Arbeitsstand

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Heute möchte ich den Arbeitsstand meines dritten Buches mit Euch teilen. 😃

Das hat mittlerweile auch einen Arbeitstitel, den ich aber noch nicht verraten möchte. Stattdessen verwende ich eine Kurzfassung davon, und diese lautet „OS1“. (Hat nichts mit Osnabrück oder Ostfriesland zu tun. 😉 )

Leider habe ich im ersten Quartal noch nicht so viel an OS1 gearbeitet, wie ich eigentlich wollte, aber in den letzten drei Wochen hatte ich Urlaub, und da habe ich Einiges nachgeholt. 💪

Ich habe die (vorläufig) erste Szene geschrieben, den Anfang des zweiten Kapitels geschrieben und auch die eine oder andere weitere Szene, die mir geholfen haben, Ideen für die eigentliche Geschichte zu finden. Jetzt habe ich auch ein besseres Bild von dem Protagonisten bekommen, sodass ich dessen Entwicklung als nächstes weiter vorantreiben kann. Heute habe ich den Anfang und das Ende formuliert, ich weiß also schonmal wie ich starte und wohin ich will, der Rest müsste dann doch ein Klacks sein. 😂

Bei der Entwicklung der eigentlichen Geschichte habe ich eine Mind-Map erstellt (s. Bild; noch im Aufbau). Mit dieser Methode habe ich auch früher schon meiner Kreativität sehr gut auf die Sprünge helfen können. Durch die wertungsfreie Suche nach Assoziationen komme ich immer auf Ideen, die mir sonst nie eingefallen wären.