Schritt 6 der Schneeflockenmethode – Plotübersicht

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Beim 6. Schritt der Schneeflockenmethode wird eine Plotübersicht erstellt. Dazu habe ich mir die einseitige Zusammenfassung aus Schritt 4 genommen und jeden Absatz auf ca. eine Seite erweitert, so dass ich schließlich insgesamt 5 Seiten hatte.
Die Geschichte wurde in diesem Schritt durch viel mehr Details ergänzt.

Laut Randy Ingermanson soll man sich für diesen Schritt etwa 2 Stunden Zeit nehmen, aber bei mir hat das wesentlich länger gedauert.

Wenn ich diese Plotübersicht auf etwa 3 Seiten straffe, habe ich im Prinzip schon das Exposee, das ich an Verlage senden kann.
Sobald ich mit den ersten 30 Seiten des neuen Buches einigermaßen zufrieden bin, kann ich dann im Prinzip schon mit der Bewerbung um eine Veröffentlichung parallel zum Schreibprozess beginnen.

👉 Denkt Ihr, es ist eine gute Idee, das schon so früh im Schreibprozess zu machen?

Schritt 5 der Schneeflockenmethode – Charakterübersichten

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Der 5. Schritt der Schneeflockenmethode hat mir am meisten Spaß gemacht. 😃

Zur Erinnerung: Im 4. Schritt habe ich die Geschichte auf etwa einer Seite zusammengefasst.

Im 5. Schritt habe ich mir wieder meine Hauptfiguren vorgenommen: Für jede Hauptfigur habe ich eine Charakterübersicht geschrieben. Dafür habe ich ein wenig die Hintergrundgeschichte beschrieben und die Rolle des Charakters in der Hauptgeschichte erläutert, also praktisch die Geschichte aus der Sicht des jeweiligen Charakters erzählt.

Laut Randy Ingermanson soll man sich hierfür einen oder zwei Tage Zeit nehmen. Die Charakterübersichten sollen etwa eine halbe bis eine Seite einnehmen.

Wie immer, sind diese Texte nur für die Entwicklung der Geschichte da und niemand muss sie je zu sehen bekommen. Aber Randy Ingermanson schlägt vor, sie bei einer späteren Verlags-Bewerbung beizulegen, weil Verleger sie angeblich lieben würden.

👉 Glaubt Ihr, dass es Sinn macht, diese Charakterübersichten mitzusenden?

Schritt 4 der Schneeflockenmethode – Erweiterung auf 5 Absätze

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Heute geht es weiter mit der Vorstellung der Schneeflockenmethode für alle, die sie noch nicht kennen oder sich neu in Erinnerung rufen wollen. 😃

Nachdem man im 3. Schritt die Geschichte aus der Sicht der Hauptfiguren beleuchtet hat und somit weiß, dass sie prinzipiell funktioniert, macht man mit dem 4. Schritt einen riesigen selbigen, denn man erweitert seinen Text um das Fünffache.
Dazu nimmt man jeden der fünf Sätze aus Schritt 2 und erweitert ihn auf einen Absatz aus wiederum fünf Sätzen. Für diese Aufgabe sollte man sich laut Randy Ingermanson etwa eine Stunde Zeit nehmen. Als Ergebnis erhält man eine Zusammenfassung der Geschichte auf etwa einer Seite, die jetzt schon mehr Details beleuchtet.
Bei jedem dieser Schritte kann man ganz ungehemmt einfach drauflos schreiben, denn niemand außer man selbst muss den Text jemals zu Gesicht bekommen.

Ich fand erstaunlich, dass sich schon bei dieser kleinen Erweiterung erste Logikprobleme im Ablauf der Geschichte einstellten. Wenn Dinge, die vorher „irgendwie passierten“, detaillierter beschrieben werden sollen, stellte sich nämlich manchmal heraus, dass es so doch nicht funktioniert. Aber es ist allemal besser, das in diesem Stadium festzustellen, als wenn man schon 200 Buchseiten geschrieben hat, die dann nach notwendigen Änderungen durchsucht werden müssen. 😅

Was meint Ihr: Bei welchen Genres sollte man seine Geschichte gut vorausplanen und bei welchen ist das nicht notwendig?

Die Figuren – Schritt 3 der Schneeflockenmethode

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Leider bin ich seit meinem letzten Post von der Schneeflockenmethode dabei nicht viel weiter gekommen. Mein Schreibkalender, in dem ich markiere, welche Tage ich welchen Umfang beim Schreiben geschafft habe, hat in den letzten 10 Tagen keinen Eintrag. (Die Kette hat eine große Lücke. 😱) Der Grund ist, dass ich andere Verpflichtungen und deshalb einfach keine Zeit hatte.

Aber seit heute sieht es wieder besser aus, sodass ich Euch Schritt 3 der Schneeflockenmethode vorstellen kann. 😃

Beim 3. Schritt widmet man sich seinen Figuren. Für jede Figur, die eine größere Rolle in der Geschichte einnehmen soll, erstellt man zunächst einen kurzen Steckbrief mit Namen, der allgemeinen Motivation, den konkreten Zielen in der Geschichte, den Konflikten und der Entwicklung der Figur während der Geschichte.
Außerdem erstellt man aus der Sicht jeder dieser Figuren eine Ein-Satz-Zusammenfassung und eine Ein-Absatz-Zusammenfassung wie in Schritt 1 und Schritt 2. (Im Beispiel oben habe ich natürlich wieder viele Wörter geweißt, damit nicht zu viel von der Geschichte verraten wird.)

Auf dieser Weise stellt sich nicht nur heraus, ob die Geschichte aus allen Blickwinkeln stimmig ist, bevor man die Zeit investiert, sie weiter auszuarbeiten. Man hat auch neue Ideen für die Geschichte, wodurch man aber erneut Schritt 2 anpassen muss. 😅

Die Ein-Absatz-Zusammenfassung der Schneeflockenmethode

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Bei der Schneeflockenmethode bin ich inzwischen bei Schritt 7 angelangt und ich bin immer noch begeistert.

Obwohl es einen Nachteil gibt: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.

Aber der große Vorteil ist: Mit jedem Schritt fallen einem Dinge auf, wie man die Geschichte verbessern kann, sodass man die vorherigen Schritte aufwändig wieder überarbeiten darf.
😂

Ja, wirklich, ich habe das Gefühl, dass ich mit dieser Methode das Beste aus meiner Geschichte herausholen kann.

Jetzt glaube ich aber, dass Schritt 2 so bleibt, wie er momentan ist.

Schritt 2 ist eine Ein-Absatz-Zusammenfassung, die aus fünf Sätzen besteht. (Im Bild oben habe ich natürlich immer mehr Wörter geweißt, um von der Geschichte nicht zu viel zu verraten.)

Im ersten Satz wird dabei die Ausgangssituation beschrieben, in den nächsten drei Sätzen jeweils die ersten drei Viertel der Geschichte, die jeweils mit einer Katastrophe enden sollen, und im letzten Satz das letzte Viertel, in dem die Auflösung der Geschichte stattfinden soll.

Bei diesem Absatz soll man sich ganz auf die Katastrophen konzentrieren und noch nicht allzu sehr über das „Wie“ nachdenken sowie Hintergrundinformationen weglassen.

👉 Was meint Ihr, kann auf diese Weise eine gute Geschichte entstehen?

Die Ein-Satz-Zusammenfassung – Nachtrag zum letzten Arbeitsstand

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In einem der letzten Beiträge habe ich Euch von der Entwicklung meines dritten Romans mit der Schneeflockenmethode erzählt.
Daran möchte ich heute anknüpfen.

Mittlerweile bin ich beim vierten Schritt der Schneeflockenmethode angelangt, aber einer der vielen Vorteile dieser Methode ist, dass man mit einem flexiblen System arbeitet, in dem man immer wieder die vorherigen Schritte an die Weiterentwicklung anpassen kann. So geschehen mit Schritt 1 und deshalb heute noch mal die mMn verbesserte Version der Ein-Satz-Zusammenfassung oben im Bild, bevor ich Euch die nächsten Schritte zeige.

Ich finde, dass diese Version viel spannender ist als die ersten Versuche.

👉 Was meint Ihr? Schreibt es in die Kommentare.

Noch ein Satz aus meinem dritten Buch

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Hier, wo jeder testosterongesättigte, geifernde Pumper mir auf den Arsch glotzen kann? Nein, wir gehen in die Frauensauna im Olantis.
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Diese Antwort erhält Alex bei seinen Ermittlungen, als er die Mitarbeiterin eines Fitness-Studios fragt, ob sie und ihre Freundinnen für ihren Saunaabend die Studiosauna benutzt haben.

Bei dieser Befragung erfährt Alex etwas sehr Enscheidendes zu den Todesfällen, zu denen er ermittelt.

Zur Erklärung für alle Nicht-Oldenburger: Das Olantis ist eine öffentliche Saunalandschaft in Oldenburg.

Zurück zum Anfang – Arbeitsstand meines dritten Buches

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Eigentlich war ich mit meinem dritten Buch OS1 schon viel weiter, aber dann kam alles doch ganz anders …

Aber ich fange am besten von vorne an. 😉

Zum Plotten der Geschichte hatte ich mich für die Schneeflockenmethode entschieden. Nachdem ich mir als Alternative zu meiner bisherigen Vorgehensweise diverse Plotmethoden angesehen hatte (Drei-Akter, Fünf-Akter, Heldenreise, Stufendiagramm …), wollte ich die Schneeflockenmethode dieses Mal ausprobieren. (Für alle, die es nicht wissen: Das „Plotten“ ist das Erstellen eines Plans bzw. einer Struktur für eine Geschichte.)

Die Schneeflockenmethode ist in mehrere Schritte oder Stufen unterteilt. Hier war ich auch schon recht weit und ich hatte auch schon viele Szenen geschrieben, und dann … fiel mir auf, dass mir das Ende der Geschichte, also die Auflösung des ganzen Falles, absolut nicht gefiel. Ich fand das Mordmotiv konstruiert und fadenscheinig, habe für das Grundthema überhaupt nicht gebrannt, hätte keine Lust gehabt dazu tiefergehend zu recherchieren.

Also habe ich alles wieder über den Haufen geworfen und nochmal ganz von vorne begonnen. (Das meiste von dem Geschriebenen kann ich aber trotzdem verwerten. 😅 )

Oben im Bild seht Ihr den Schritt 1 der Schneeflockenmethode für mein drittes Buch, die Ein-Satz-Zusammenfassung.

Ich habe hier noch zwei Versionen, zwischen denen ich mich noch entscheiden muss.

👉 Welche Version findet Ihr besser? Schreibt es in die Kommentare.

Ein weiterer Satz aus meinem dritten Buch

Heute verrate ich aus meinem dritten Buch einen Satz (okay, es sind zwei 😉 ), der den Protagonisten Alexander Hohms während seiner Ermittlungen beschreibt:

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Alex versuchte, sich zu erinnern, wie er früher die Menschen zum Reden gebracht hatte. Er hätte die junge Frau vermutlich mit einer Art arrogantem Charme um den Finger gewickelt.
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So geht es weiter:

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Sollte er so etwas versuchen? Er wusste nicht mehr, wie das ging.
„Was ist nun mit der Frau?“, fragte er stattdessen plump, und hoffte, dass seine Autorität als Polizist ausreichte.
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Alex ermittelt, obwohl er noch nicht wieder im Dienst ist nach seinem Unfall. Das und seine Gedächtnislücken erschweren ihm die ganze Sache natürlich, aber er findet neue Wege, damit er ein Verbrechen aufklären kann, an das sonst niemand glaubt.

So langsam nimmt die Geschichte von meinem dritten Buch mit dem Arbeitstitel OS1 Form an. 😃

Wie entwickle ich die Figuren für meine Geschichten?

Für eine gute Geschichte ist es unheimlich wichtig, gute Charaktere zu haben. Sie sind es, die die Geschichte vorantreiben und die bestimmen, wo sie lang geht. Die Charaktere sollten dreidimensional und nicht stereotyp sein, mit herausragenden Charaktereigenschaften.

Für mich ist die Figurenentwicklung durch Rückblicke eine gute Ergänzung, um die Figuren noch besser kennenzulernen und die Charakterzüge noch besser herauszuarbeiten. Dabei schreibe ich eine oder mehrere Szenen, die schon vor der Handlung der Geschichte stattgefunden haben. In diesen Szenen konfrontiere ich die Figuren mit schwierigen Situationen, damit sie auch die Gelegenheit haben, ihren Charakter zu zeigen, das kann z. B. ein Unfall sein oder ein Streit. Meistens haben diese Szenen damit ihren Zweck erfüllt, aber manchmal gefallen sie mir auch so sehr, dass ich sie in die spätere Geschichte mit einbaue.

Für Alex, den Protagonisten aus meinem aktuellen Projekt OS1, habe ich eine Szene geschrieben, die er kurz vor seinem Unfall erlebt hat. Bei ihm ist es besonders wichtig, sein früheres Ich kennenzulernen, weil er sich durch den Unfall sehr verändert hat.
In dieser Szene wird sein Verhalten an einem Tatort gezeigt, wo er mit den anderen Ermittlern aneckt, weil sie ihm nicht gut genug arbeiten und er dafür keine Geduld hat.

Hier zeige ich Euch einen kleinen Auszug aus der Szene, in der Alex einen Zeugen befragt, einen Penner, der in der Nähe steht:
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„Bist du schon länger hier in der Umgebung?“, fragte er den Penner, der schon bei seiner Annäherung nervös aufgeschaut hatte und jetzt den Eindruck machte, als wollte er am liebsten das Weite suchen.
„Da vorne.“ Er deutete auf einen unbestimmten Ort hinter sich.
Die Stimme schien männlich zu sein, nur eigenartig, dass er so glatt rasiert war, wunderte sich Alex zeitgleich zum Riss seines Geduldsfadens. Zu solch einem Gestammel fehlten ihm heute Morgen die Zeit und die Geduld.
„Komm, konzentriere dich“, fuhr er den Mann an. „Wo genau warst du?“
Der Penner zog den Kopf zwischen die Schultern.
„Auf der Bank“, sagte er kleinlaut und deutete wieder hinter sich. „Hab‘ mich nur’n büschen ausgeruht.“
Alex machte einen Schritt zur Seite und kniff die Augen zusammen. Dann sah er die Parkbank, die sich unscheinbar unter einigen Bäumen befand. Vielleicht hatte der Penner dort übernachtet.
„Hast du dort geschlafen?“
Der Mann wich seinem Blick aus.
„Nur’n büschen ausgeruht“, wiederholte er.
Vermutlich hatte der Mann Angst, dass er ihn wegen irgendetwas belangen wollte.
„Ist mir ziemlich egal, was du da gemacht hast“, sagte Alex deshalb. „Hast du gesehen, was hier passiert ist letzte Nacht?“
Der Mann dreht sich ab, zu seinem Einkaufswagen, als wollte er gehen.
„Hab‘ mich nur ausgeruht. Bin vielleicht mal eingenickt. Hab‘ nix erkannt.“
Alex packte ihn am speckigen Ärmel seiner Jacke und zog ihn wieder zurück.
„Moment, Freundchen, du bleibst jetzt hier und beantwortest meine Fragen.“
Der Penner riss die Augen auf und fing an zu zittern. Alex merkte, dass er zu hart herangegangen war.
„Ja, ja, beruhige dich“, sagte er, wie er hoffte in einem sanfteren Tonfall. „Es passiert dir ja nichts. Aber es ist wichtig, dass du jetzt erzählst, ob du etwas gesehen hast.“
„Konnte nix erkennen“, sagte er wimmernd.
„Wovon konntest du nichts erkennen? Was ist hier vorgefallen?“
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Wer weiß, vielleicht verwende ich die Szene in meinem neuen Buch ja als Rückblick. Was meint Ihr?