Noch ein Satz aus meinem dritten Buch

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Hier, wo jeder testosterongesättigte, geifernde Pumper mir auf den Arsch glotzen kann? Nein, wir gehen in die Frauensauna im Olantis.
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Diese Antwort erhält Alex bei seinen Ermittlungen, als er die Mitarbeiterin eines Fitness-Studios fragt, ob sie und ihre Freundinnen für ihren Saunaabend die Studiosauna benutzt haben.

Bei dieser Befragung erfährt Alex etwas sehr Enscheidendes zu den Todesfällen, zu denen er ermittelt.

Zur Erklärung für alle Nicht-Oldenburger: Das Olantis ist eine öffentliche Saunalandschaft in Oldenburg.

Ein weiterer Satz aus meinem dritten Buch

Heute verrate ich aus meinem dritten Buch einen Satz (okay, es sind zwei 😉 ), der den Protagonisten Alexander Hohms während seiner Ermittlungen beschreibt:

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Alex versuchte, sich zu erinnern, wie er früher die Menschen zum Reden gebracht hatte. Er hätte die junge Frau vermutlich mit einer Art arrogantem Charme um den Finger gewickelt.
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So geht es weiter:

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Sollte er so etwas versuchen? Er wusste nicht mehr, wie das ging.
„Was ist nun mit der Frau?“, fragte er stattdessen plump, und hoffte, dass seine Autorität als Polizist ausreichte.
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Alex ermittelt, obwohl er noch nicht wieder im Dienst ist nach seinem Unfall. Das und seine Gedächtnislücken erschweren ihm die ganze Sache natürlich, aber er findet neue Wege, damit er ein Verbrechen aufklären kann, an das sonst niemand glaubt.

So langsam nimmt die Geschichte von meinem dritten Buch mit dem Arbeitstitel OS1 Form an. 😃

„Blutfieber“ = Vordenker? – oder: Was eine Kostenlos-Aktion „anrichtet“

Kürzlich auf golem.de gelesen: Gentechnisch veränderte Mücken sollen eingesetzt werden, um Populationen einiger Mücken, die Viren übertragen, zu reduzieren (zum Artikel: Klick auf das Bild oben).
Haben die Wissenschaftler etwa meinen ersten Roman „Blutfieber“ gelesen? 😉

Apropos „Blutfieber“: Vor Kurzem habe ich versehentlich auf einen falschen Button geklickt oder einen falschen Haken gesetzt. Als Folge war die eBook-Version von „Blutfieber“ zum kostenlosen Download erhältlich. 😱

Bevor ich überhaupt dahinter gekommen war, dass etwas nicht stimmte, war es bereits über 1.000 Mal heruntergeladen worden. Und bis seitens Amazon der Fehler korrigiert war, weitere 500 Mal.

Für ein oder zwei Tage war „Blutfieber“ dann auf Platz 1 der kostenlosen Thriller und auf Platz 5 der gesamten kostenlosen eBooks in Amazons Listen.

Was hat mir das nachhaltig gebracht? Etwas mehr als ich zunächst dachte. Die Verkäufe des eBooks gingen zwar fast auf 0 zurück, als man wieder dafür ein wenig bezahlen sollte. Aber im Kindle Select wurde für eine ganze Weile wesentlich mehr gelesen als sonst. Außerdem hat „Blutfieber“ sehr viele neue Bewertungen (aber nur wenige Rezensionen) dazubekommen: Vorher waren es 22, jetzt sind es 51.

Ob es das Wert war? Keine Ahnung.

Ehrlich gesagt, verstehe ich diese Kostenlos-Mentalität nicht. Wenn ich ein Buch haben will, dann gebe ich auch gerne 2 bis 3 Euro oder auch mehr für das eBook aus. Und ich würde mir ein Buch nicht runterladen, nur weil es kostenlos ist. Aber vielleicht bin ich da ja nur mal wieder anders als alle Anderen. 😉

Heute mal zwei Fragen:

👉 Was haltet Ihr von Kostenlos-Aktionen?
👉 Würdet Ihr ein Buch nur aufgrund der Tatsache, dass es kostenlos ist, herunterladen?
Schreibt es in die Kommentare.

Zu Blutfieber geht es übrigens hier.

Die Leserunde meines Buchs „Jenseits der Zeit“ bei LovelyBooks

Letzte Woche habe ich die Leserunde bei LovelyBooks offiziell beendet. Vier der Teilnehmer hatten sich immer noch nicht beteiligt, weshalb ich zunächst noch abgewartet und diese dann angeschrieben hatte, um sicherzugehen, dass von denen wirklich nichts mehr kommt.

Mit dem Ausgang der Leserunde bin ich durchaus zufrieden: Es gab 41 Bewerbungen unter denen 10 eBooks und 3 Taschenbücher verlost wurden. Die meisten Teilnehmer haben sich bei den Themen und insbesondere bei den Leseabschnitten rege beteiligt (Bild unten) und zum Schluss haben 9 Teilnehmer eine Rezension bei LovelyBooks und einem oder mehreren Bücher-Shops abgegeben.

👉 4,9 Sterne ist die durchschnittliche Bewertung: 8 Mal mit 5 Sternen und 1 Mal mit 4 Sternen.

Die folgenden Zitate, die ich aus den Beiträgen und Rezensionen entnommen habe, haben mir am meisten bedeutet oder mich total gefreut:

*** Das beste was ich in der letzten Zeit gelesen habe. ***

*** Der Schreibstil ist echt wunderbar. Man hat die einzelnen Situationen vor Augen und kann sich die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. ***

*** Wunderbar! Wirklich, das Ende des Buches ist einfach toll! ***

*** Ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Thriller. ***

*** Wirklich toll gemacht! Das Buch hat mehr Aufmerksamkeit verdient. ***

*** Ich denke ‚Jenseits der Zeit‘ ist für eine breite Leserschaft empfehlenswert, es bietet historische Elemente, fiktive Elemente, interessante unvorhergesehene Wendungen und damit viele spannende Lesestunden. ***

*** Die Kreativität und Fantasie des Autors bewunderte ich beim Lesen sehr. Diese Art von Buch hatte ich bisher noch nicht gelesen und war sofort von seinen Ideen und Vorstellungen fasziniert. ***

*** Übrigens finde ich die Beschreibungen der Ortschaften ganz toll. Ich war selbst noch nie in Oldenburg, kann es mir aber gut vorstellen. ***

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen aktiven Teilnehmern der Leserunde danken. 😃

👉 Habt Ihr auch Erfahrungen mit Leserunden als Leser oder Autor? Wie waren diese? Schreibt es in die Kommentare.

Hier geht es zu der Leserunde bei LovelyBooks.

Wie entwickle ich die Figuren für meine Geschichten?

Für eine gute Geschichte ist es unheimlich wichtig, gute Charaktere zu haben. Sie sind es, die die Geschichte vorantreiben und die bestimmen, wo sie lang geht. Die Charaktere sollten dreidimensional und nicht stereotyp sein, mit herausragenden Charaktereigenschaften.

Für mich ist die Figurenentwicklung durch Rückblicke eine gute Ergänzung, um die Figuren noch besser kennenzulernen und die Charakterzüge noch besser herauszuarbeiten. Dabei schreibe ich eine oder mehrere Szenen, die schon vor der Handlung der Geschichte stattgefunden haben. In diesen Szenen konfrontiere ich die Figuren mit schwierigen Situationen, damit sie auch die Gelegenheit haben, ihren Charakter zu zeigen, das kann z. B. ein Unfall sein oder ein Streit. Meistens haben diese Szenen damit ihren Zweck erfüllt, aber manchmal gefallen sie mir auch so sehr, dass ich sie in die spätere Geschichte mit einbaue.

Für Alex, den Protagonisten aus meinem aktuellen Projekt OS1, habe ich eine Szene geschrieben, die er kurz vor seinem Unfall erlebt hat. Bei ihm ist es besonders wichtig, sein früheres Ich kennenzulernen, weil er sich durch den Unfall sehr verändert hat.
In dieser Szene wird sein Verhalten an einem Tatort gezeigt, wo er mit den anderen Ermittlern aneckt, weil sie ihm nicht gut genug arbeiten und er dafür keine Geduld hat.

Hier zeige ich Euch einen kleinen Auszug aus der Szene, in der Alex einen Zeugen befragt, einen Penner, der in der Nähe steht:
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„Bist du schon länger hier in der Umgebung?“, fragte er den Penner, der schon bei seiner Annäherung nervös aufgeschaut hatte und jetzt den Eindruck machte, als wollte er am liebsten das Weite suchen.
„Da vorne.“ Er deutete auf einen unbestimmten Ort hinter sich.
Die Stimme schien männlich zu sein, nur eigenartig, dass er so glatt rasiert war, wunderte sich Alex zeitgleich zum Riss seines Geduldsfadens. Zu solch einem Gestammel fehlten ihm heute Morgen die Zeit und die Geduld.
„Komm, konzentriere dich“, fuhr er den Mann an. „Wo genau warst du?“
Der Penner zog den Kopf zwischen die Schultern.
„Auf der Bank“, sagte er kleinlaut und deutete wieder hinter sich. „Hab‘ mich nur’n büschen ausgeruht.“
Alex machte einen Schritt zur Seite und kniff die Augen zusammen. Dann sah er die Parkbank, die sich unscheinbar unter einigen Bäumen befand. Vielleicht hatte der Penner dort übernachtet.
„Hast du dort geschlafen?“
Der Mann wich seinem Blick aus.
„Nur’n büschen ausgeruht“, wiederholte er.
Vermutlich hatte der Mann Angst, dass er ihn wegen irgendetwas belangen wollte.
„Ist mir ziemlich egal, was du da gemacht hast“, sagte Alex deshalb. „Hast du gesehen, was hier passiert ist letzte Nacht?“
Der Mann dreht sich ab, zu seinem Einkaufswagen, als wollte er gehen.
„Hab‘ mich nur ausgeruht. Bin vielleicht mal eingenickt. Hab‘ nix erkannt.“
Alex packte ihn am speckigen Ärmel seiner Jacke und zog ihn wieder zurück.
„Moment, Freundchen, du bleibst jetzt hier und beantwortest meine Fragen.“
Der Penner riss die Augen auf und fing an zu zittern. Alex merkte, dass er zu hart herangegangen war.
„Ja, ja, beruhige dich“, sagte er, wie er hoffte in einem sanfteren Tonfall. „Es passiert dir ja nichts. Aber es ist wichtig, dass du jetzt erzählst, ob du etwas gesehen hast.“
„Konnte nix erkennen“, sagte er wimmernd.
„Wovon konntest du nichts erkennen? Was ist hier vorgefallen?“
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Wer weiß, vielleicht verwende ich die Szene in meinem neuen Buch ja als Rückblick. Was meint Ihr?

Ein Satz aus meinem dritten Buch

Mein drittes Buch mit dem Arbeitstitel OS1 ist noch im Entstehungsprozess. Das hält mich aber nicht davon ab, schon die eine oder andere Kleinigkeit zu verraten. Heute handelt es sich dabei um einen Satz, der relativ am Anfang der Geschichte steht:

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„In diesem Moment sah er zu ihm herüber, und Alex wurde klar, dass er seinen Sohn eigentlich gar nicht kannte.“
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Jedem Menschen, der mal ein „Pubertier“ (oder ein frisches „Ex-Pubertier“) zu Hause hatte, wird das bekannt vorkommen. 😂
Aber bei Alex nimmt dieses Gefühl noch eine ganz andere Dimension an, weil er die Welt seit seinem Unfall mit ganz anderen Augen wahrnimmt.

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Die Entscheidung für den Namen des Protagonisten ist gefallen. Alexander soll er heißen, oder kurz Alex.

Dieser Satz stammt aus einer Szene, die ich geschrieben habe, um Alex besser kennenzulernen.

Ein Drittel meiner Arbeit als Schriftsteller: die Recherche

Wie ich recherchiere, hängt davon ab, wie genau ich etwas wissen will, oder manchmal auch wissen muss (bei Themen, die mich eigentlich gar nicht interessieren). Also hat es auch damit zu tun, in welchem Stadium des Schreibens ich mich befinde. Denn bei der groben Vorplanung führe ich auch eine nur grobe Vorrecherche per Onkel Google durch, was natürlich auch dazu führen kann, dass ich später wieder umdisponieren muss, falls die Recherche zu oberflächlich war und die Fakten dann doch nicht zur Geschichte passen.

Wenn es dann an das Ausarbeiten der Geschichte geht, also der genaueren Planung, werden auch die Recherchen detaillierter, beschränken sich aber zumeist auch auf das Internet. Bei „Jenseits der Zeit“ beispielsweise habe ich mir bei Wikipedia und auf den Oldenburger Internet-Seiten erstmal alles durchgelesen, was es über Oldenburg im 18. Jahrhundert zu finden gab, und habe mir schon fleißig Notizen angelegt.

Wenn es dann ans eigentliche Schreiben geht, stelle ich währenddessen meistens fest, welche Dinge ich genauer wissen muss (oder will 😉). Bei „Jenseits der Zeit“ merkte ich z. B., dass ich mehr darüber erfahren musste, wie die Aufklärung von Verbrechen damals in Oldenburg funktionierte. Ich war dazu (und auch zu anderen Themen) in Bibliotheken und habe mir stapelweise Bücher ausgeliehen. Die besten davon habe ich mir dann auch zugelegt, so dass ich in Ruhe weiterrecherchieren konnte.
Darüber hinaus habe ich mich zu Fragen, die ich aus den Büchern nicht klären konnte, an Fachleute gewandt, also z. B. bezüglich der Verbrechen an die Polizei. Bis ins Letzte konnte ich diesen Punkt dann allerdings auch nicht klären, jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand, sodass für die Lücken die Fantasie herhalten musste.

Weiterhin ergeben sich oftmals aus der Handlung der Charaktere Themen, die man noch recherchieren muss. Einer der Hauptcharaktere in „Jenseits der Zeit“ namens Marko spielt Golf, also musste ich herausfinden, wie die Schläger bezeichnet und die Punkte gezählt werden. Um den Schreibfluss nicht zu verlieren, mache ich mir aber meistens eine Notiz, damit ich die Recherche für solche „Nebensächlichkeiten“ zu einem späteren Zeitpunkt nachhole, z. B. wenn es mit dem Schreiben gerade nicht so gut klappt.
Sobald die Geschichte dann fertig ist, muss ich die ganzen Notizen durcharbeiten und die fehlenden Puzzelteile einfügen, damit alles passt.

Artikel über meine Arbeit an „Jenseits der Zeit“ in der Rasteder Rundschau

In der März-Ausgabe der Rasteder Rundschau ist ein Artikel über „Jenseits der Zeit“ und mein Wirken als Schriftsteller erschienen.
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Im Prinzip handelt es sich um die Langfassung des Artikels, der bereits im Veranstaltungsjournal Mox erschienen ist.
Aber ich wollte ihn Euch trotzdem nicht vorenthalten. 😉

Wer den Artikel im größeren Format lesen möchte, kann dies bei der Rasteder Rundschau tun.

Das erste Mal

Endlich!

Ich konnte jetzt endlich „Jenseits der Zeit“ in der Buchhandlung ausliegen sehen. 😃

Die Veröffentlichung war ja Anfang November, also zu Beginn des Lockdowns. Deshalb war mir dieser Anblick bisher noch nicht vergönnt gewesen. Und jetzt liegt mein Buch sogar in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bestsellern von Nele Neuhaus, Laura Baldini und Klaus-Peter Wolf (und nicht zu vergessen: die Corona-Cartoons 😉).

Ein beglückendes Gefühl. 😊

Reisen im 18. Jahrhundert – Hintergründe zu „Jenseits der Zeit“

In meinem Roman „Jenseits der Zeit“ muss Jacob, der Protagonist aus dem 18. Jahrhundert, nach Hamburg reisen. Doch wie reiste man zu dieser Zeit und wie lange war man so unterwegs?
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Die Eisenbahn gab es noch nicht. Zu Fuß war man eine solche Strecke zu lange unterwegs. Also, wie man sich denken kann, reiste man zu Pferd oder mit der Kutsche. Aber ein eigenes Pferd oder gar eine eigene Kutsche mit Pferden waren teuer. Die Wenigsten konnten es sich leisten, Jacob, als Müllergehilfe, schon gar nicht.
Zum Glück war zu dieser Zeit das Postkutschennetz schon gut ausgebaut, zum größten Teil durch die „Kaiserliche Reichspost“, die von Thurn und Taxis betrieben wurde, aber auch durch kleinere regionale Unternehmen.
Da das Herzogtum Oldenburg in das Streckennetz der „Fürstlich-Ostfriesischen fahrenden Post“ eingebunden war (siehe oben die Karte), musste Jacob bis Bremen mit diesem Unternehmen fahren und von dort dann mit der „Kaiserlichen Reichspost“.
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Das Reisen mit der Postkutsche war sehr beschwerlich, denn es gab weder asphaltierte Straßen noch Federungskomfort im Fahrzeug. Dementsprechend „schnell“ ging es auch voran, im Durchschnitt etwa 6 bis 7 Kilometer pro Stunde. Hinzu kamen Verzögerungen durch Pferdewechsel an Post-Relaisstationen, Ruhepausen für Kutscher und Fahrgäste sowie Wartezeiten an Anschlussstellen, sodass man im Durchschnitt am Tag etwa 40 Kilometer weit kam.
So dauerte Jacobs Reise von Oldenburg nach Hamburg, die man heute (ohne Stau) in unter zwei Stunden schafft, damals schlappe 6 Tage!
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Aber lest am besten selbst. 😉
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An alle, die „Jenseits der Zeit“ schon gelesen haben: Zu welchem Aspekt soll ich die nächste Hintergrund-Info machen?
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