Beim Oldenburger Regionalsender „Oldenburg Eins“ wurde am 18. Januar 2021 ein Interview mit mir zu meinem Roman „Jenseits der Zeit“ gesendet. Zu meinem Buch wurden mir Fragen gestellt, wie „Worum geht es in deinem Buch?“ und „Wie würdest du die Protagonistin beschreiben?“
Am 20. Januar 2021 wird der zweite Teil gesendet, in dem ich aus meinem Buch vorlese. Die Sendezeiten können der Homepage oeins.de entnommen werden sowie der Facebook-Seite von Oldenburg Eins oder bei mir auf Instagram. Im Zuge der Lesung werden auch 3 Exemplare des Taschenbuchs von „Jenseits der Zeit“ verlost.
Der Lappan, das Wahrzeichen Oldenburgs, ist auf dem Cover von „Jenseits der Zeit“ abgebildet und ist auch gleich in der ersten Szene ein Bestandteil der Geschichte. Das hat auch seinen guten Grund, denn es gibt den Backsteinturm schon seit dem 15. Jahrhundert und somit sowohl in der früheren Epoche des Romans, die im 18. Jahrhundert spielt, als auch in dem heutigen Handlungsstrang. Aber für diejenigen, die es noch nicht wissen, möchte ich heute auf den eigenartigen Namen eingehen. Das Bauwerk wurde nämlich als Glockenturm an die damals bestehende Heilig-Geist-Kirche angebaut und die Oldenburger nannten es „anlappen“, wenn ein Nebengebäude an ein Hauptgebäude angeschlossen wurde. Davon übrig blieb der Name „Lappan“. 😀
Der Lappan ist übrigens der erste Kirchturm der Stadt. Wir haben Glück, dass er heute noch steht, denn es gab schon mehrfach das Vorhaben, ihn abzureißen. Dass das nicht geschehen ist, haben wir Peter Friedrich Ludwig, unserem früheren Regenten (der übrigens auch eine Rolle in „Jenseits der Zeit“ spielt), sowie den Protesten der Bevölkerung zu verdanken.
Als ich meinen ersten Roman „Blutfieber“ bei Amazon als eBook neu veröffentlicht habe (nachdem er bei Neobooks über 5.100 Mal gekauft wurde), wurde mir dort der Vorschlag gemacht, ihn doch auch gleich als Taschenbuch zu veröffentlichen. Alle Daten wären ja schon vorhanden und ich müsste nur einen Klick mehr machen. 🙄 Ganz so war es dann aber doch nicht, denn der Innenteil musste ins richtige Layout gesetzt und das Cover auf Taschenbuchgröße inkl. Rückseite gebracht werden. Aber über Weihnachten habe ich die Zeit dazu gefunden, sodass es „Blutfieber“ jetzt auch in gedruckter Form gibt. 😊 Der Link ist auf der Bücher-Seite zu finden.
Der ursprüngliche Gedanke zu meinem Roman „Jenseit der Zeit“ ist mir mal beim Autofahren gekommen: Was wäre, wenn man eine mentale Verbindung mit einer Person in der Vergangenheit aufnehmen könnte? Da ich eine Geschichte mit dieser Grundidee noch nicht kannte, wollte ich derjenige sein, der sie schreibt.
Dass mein Roman in meiner Heimatstadt Oldenburg spielen sollte, stand vorher schon fest, denn mein erster Roman „Blutfieber“ spielt auf Madagaskar und während des Schreibens hatte ich mir geschworen beim nächsten Mal einen Ort zu wählen, den ich besser kenne. Ich wollte nämlich nicht so viel Recherche-Arbeit haben. Der Schuss ging dann aber gewaltig nach hinten los: „Jenseits der Zeit“ spielt ja etwa zur Hälfte im 18. Jahrhundert und die Recherche zu den damaligen Gegebenheiten war noch mal immens höher.
Die Epoche des historischen Teils habe ich dann so gewählt, dass es viele Gebäude von damals heute noch gibt. Außerdem sollte es nach der Dänenzeit sein, denn Oldenburg wurde über ein Jahrhundert lang von Dänemark aus regiert. Der Rest entstand dann mehr oder weniger bei der Recherche: Ich habe etwas über Mühlen zur damaligen Zeit gelesen, also wurden Jacob und sein Bruder Herold zu Müllern. Ich habe auf (gemalten) Bildern gesehen, wie die Lambertikirche damals aussah, also hat Editha dort eine Vision.
Viele Autoren sagen ja, dass die Ideen ihnen einfach so zufallen, beim Einkaufen, beim Duschen usw. Das ist bei mir eher selten der Fall. Ich begebe mich an einen geeigneten Schreibort, meistens mein Schreibtisch, träume mich in die Geschichte und dann kommen die Ideen, teilweise auch aus Erlebnissen, die ich im Alltag habe, teilweise aus Erlebnissen meiner Mitmenschen. Auf diese Weise verfeinere ich immer weiter, von der groben Handlung bis zur detaillierten Geschichte.
Oldenburg im 18. Jahrhundert, an diesem Ort und zur Hälfte in dieser Zeit spielt die Geschichte in meinem Roman „Jenseits der Zeit“. Heute gibt es einen neuen Post zu den Hintergründen der Geschichte.
Auf dem Bild ist ein Stadtplan von Oldenburg im Jahre 1788 zu sehen, das Jahr, in dem Jacobs Leben eine Wendung nimmt. In der Geschichte durchquert Jacob mehrmals die Stadtmauern. Die gesamte Stadt befand sich damals innerhalb dieser Mauern, das ist die heutige Fußgängerzone. Hier lebten etwa 90 % der Oldenburger Städter unter aus heutiger Sicht fragwürdigen hygienischen Verhältnissen. Der Bereich außerhalb der Stadtmauern, der heute zur Stadt gehört, nannte sich damals „Hausvogtei“. Um vom einen Bereich in den anderen zu gelangen, musste man durch eines der fünf Stadttore gehen: das Heiligengeisttor im Norden (durch das Jacob meistens geht), das Haarentor oder das Everstentor im Westen, das Dammtor im Süden oder das Stautor im Osten. Die Tore wurden abends geschlossen. Wenn man sie dennoch passieren wollte, musste man an die Wachen eine Gebühr entrichten.
In „Jenseits der Zeit“ muss Jacob zwei Schwaren bezahlen (der damals kleinste Teil der Währung in Oldenburg), weil er nicht früh genug in die Stadt geht, worüber er sich ärgert. Aber lest am besten selbst … 🙂
Im Oldenburger Stadtmuseum kann man übrigens sehr gute Modelle der Stadt zu verschiedenen Zeiten bestaunen, unbedingt empfehlenswert.
Die ersten beiden Hintergründe, dieser und „Tanzen verboten“ kommen ja schon auf den ersten Seiten in „Jenseits der Zeit“ zum Tragen. Zukünftig werde ich auch Hintergründe bringen, die für den späteren Verlauf der Geschichte interessant sind.
Aktuell läuft auf Instagram immer noch die Verlosung von zwei Exemplaren meines neuen Romans „Jenseits der Zeit“ als eBook. Bis zum Nikolaus 2020 um 12:00 Uhr kannst Du Dich für die Teilnahme registrieren, dann wird der Gewinner per Los entschieden. Die Voraussetzungen für die Teilnahme sind unter dem Beitrag vom 01. Dezember angegeben. Klicke oder tippe einfach unten auf das Instagram-Symbol oder gebe in Instagram autor_vahlenkamp ein, um mich zu finden. Ich wünsche Dir viel Glück. 🍀